Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol
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Die Harpfe

HarpfeVor einem halben Jahrhundert etwa war die Landschaft des Hochpustertals noch gekennzeichnet durch die Harpfe, ein Trockengerüst, auf das die Getreidegarben zum gänzlichen Abreifen gehängt wurden.

Damals hatte mehr oder weniger jeder Bauer solche Harpfen, aber auch heute erblickt man noch die eine oder andere Harpfe, vielleicht gerade während eines Bauernhofurlaubes im Hochpustertal. Mit dem Zurückgehen des Getreideanbaues allerdings verloren diese Trockengestelle ihre Funktion und verschwanden nahezu gänzlich aus dem Landschaftsbild. Heute gibt es im Gemeindegebiet von Innichen noch etwa 15, im Gemeindegebiet von Sexten noch etwa 25 Harpfen.

Die Harpfen unterscheiden sich in ihren Größen: je nach Anforderung gibt es zwei-, drei- und viersäulige Harpfen. Um dem Wind möglichst wenig Widerstand zu bieten stehen die Harpfen immer parallel zu der in der jeweiligen Gegend vorherrschenden Windrichtung. Auch sind die Harpfen stark gestützt, da sie, wenn sie vollbeladen sind, ein sehr ansehnliches Gewicht zu tragen hatten. Mühevoll war das Aufhängen der Garben. Zunächst wurden die Garben dem Harpfer gereicht. Dieser saß auf einem Harpfenstuhl, welcher ähnlich einer Kraxe war. Oben mit Eisenhaken versehen wurde der Harpfenstuhl auf den Stangen der Harpfe aufgehängt. Beim Anbringen der Garben dann, musste dieser Stuhl immer wieder um zwei Tragestangen abwärts versetzt werden. Enormes Feingefühl war bei dieser Aufgabe erforderlich.

Der Name Harpfe wurde abgeleitet vom Musikinstrument, der Harfe. Durch die vielen Saiten einer Harfe war eine Ähnlichkeit mit dem Trockengerüst gegeben. In das Hochpustertal sind die Harpfen durch die deutschen Siedler gekommen, welche vom Kloster Innichen aus zum Siedlungsausbau angeworben wurden und von den Slawen die Errichtung dieser Gerüste übernommen haben.

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Mühevoll war das Aufhängen der Garben an der Harpfe. Nur wenige solcher Trockengerüste sind heute noch im Hochpustertal vorhanden.